Heute und danach |
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Ein Film von Christoph Müller, in Zusammenarbeit mit der S8-Filmgruppe Zürich Aus einer Kritik des Tages Anzeiger, 18. 9. 1981 "Die Filme, die seit Beginn der Zürcher "Bewegung" aus dem Videoladen und der S8-Filmgruppe als beachtliche Schnellschüsse hervorgegangen sind, fallen zwangsläufig unter die Kategorie "Bewegungsfilme". Aber auch wenn "Züri brännt", "Zwischen Betonfahrten", " Maori" und "Heute und danach" Gemeinsamkeiten aufweisen und ähnliches Material verwenden, so darf man sie nicht als "Sponti-Aktionen" alle in denselben Topf werfen. Denn jeder Bewegte versucht da etws anderes, versucht seine eigene bildnerische Vision in die "no future"-Ideologie einzubringen, die immer eine sehr persönliche ist. Christoph Müller und sein Team geben sich in ihrer Super-8-Collage ziemlich militant und versuchen mittels Montage wiederholt, die Zusammenhänge von Macht und Gewalt aufzuzeigen. Die Ideen zu den einzelnen Episoden sind zahlreich ist eine Einstellung assoziativ nicht gerade gelungen, dann überrascht dafür die nächste mit ihrer Stringenz oder ihrem Humor. Der Humor: Vier verkleidete "Bewegte" marschieren als Ordnungshüter mit Hakenkreuz-Armbinden durch die Stadt, machen idiotische Truppenübungen (eine sehr komische Szene) und holen renitente Jugendliche aus dem Tram." (...) "Manchmal liegt die Botschaft in der Montage: Zuerst sehen wir Reagan bei einer Rede, dann folgt eine Szene aus dem Film "The Killers", wo Reagan weiland von Lee Marvin zur Strecke gebracht wurde und sich nun am Boden krümmt. Bei anderen Kombinationen hat man wieder mehr Mühe: hat es noch einen Sinn, Furgler zwischen Hitler und Strauss zu stellen, auch wenn die durchaus verräterischen Gesten der Redenden von einer wunderschönen, rhythmisch fegenden Punk-Version von "Stille Nacht, heilige Nacht" untermalt werden?" (...) "Die privaten Bilder Christoph Müllers und seiner Freunde haben da schon mehr Gewicht: Ein Mädchen auf dem Schaukelstuhl, in eine Wolldecke gehüllt, auf dem Schoss einen Vogelkäfig, neben sich einen Hund, quer übers Gesicht einen schwarzen Strich (ein bisschen ans SS-Zeichen erinnernd), dieweil eine "historische" Stimme etwas von Gewalt und Gegengewalt faselt... Das hat Poesie, das hat eine seltsam eindringliche, keine Vergleiche hervorrufende Ausstrahlung." (...) Schweiz 1981 Dokumentarfilm, 71 Min, S8, Farbe, Magnetton Sprache der Originalfassung: Schweizerdeutsch Texte: Deutsch Buch und Regie: Christoph Müller Kamera: Christoph Müller, Marcel Meili, Patrick Lindenmaier u.a. Montage: Dieter Gränicher Produktion: S8-Filmgruppe Zürich Verleih: Filmcoopi Zürich AG |
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